Diskotheken - Führer


Und ansonsten? Natürlich kann man in Trier auch tanzen, wer bislang eine Discoszene gewöhnt ist, wird aber enttäuscht werden. Das Nachtleben spielt sich in Trier weitestgehend auf Parties ab, organisiert von den verschiedensten Veranstaltern und Gruppierungen. Früher gab es eine etwas größere Auswahl ( z.Bsp. KAEM), die Konkurrenz der vergleichsweise günstigen Feten war aber wahrscheinlich zu stark. Trotzdem, wer tanzwütig ist, und nicht gleich eine riesige Technodisse erwartet, kommt auch hier auf seine Kosten.

Club de Soleil, Viehmarktplatz


siehe Havanna

Exhaus, Zurmaiener Straße


Das Exhaus (Exil, Exzellenzhaus) ist ein selbstverwaltetes Jugendzentrum. Hier finden oft von Schülern veranstaltete Parties statt, man kann also ziemlich danebengreifen und findet sich plötzlich inmitten von Sechzehnjährigen wieder. Da es zudem etwas abgelegen ist, sollte man nicht auf gut Glück" hereinschauen. Ansonsten finden hier gelegentlich Konzerte statt, von brauchbarem Jazz bis hin zu Punk-Antifa-ich bin ganz toll unangepaßt-Kinderkrach.

Lucky' Luke, Luxemburger Straße 6


Am Wochenende dient die Luke auch zum Tanzen, allerdings muß man Hardcore, Punk u.ä. mögen. Die Tanzfläche ist ziemlich klein, das Ganze in jedem Fall Geschmackssache.

Mensa (Untergeschoß), Universität


Das Untergeschoß der Mensa wird gelegentlich, in den letzten Semestern zunehmend häufig, zur Disco umfunktioniert. In der Regel ist es voll, die Stimmung kocht und man trifft jede Menge Leute. Die Musikauswahl ist Mainstream:" Party-Klassiker, ein paar aktuelle Titel und gegen Ende NDW und Schlager bis der Arzt kommt.

Palais, (am Stockmarkt)


Früher war das Palais, man hört es am Namen, im Palais Walderdorff, untergebracht. Dort soll es nach der Renovierung des Gebäudes evtl. auch wieder einziehen, die Unterbringung am Stockmarkt ist gefährdet, denn geräuschempfindliche Nachbarn machen den Betreibern das Leben schwer. Betreiber ist der Palais e.V., ein Verein, der sich auch für viele soziale Dienste in Trier verantwortlich zeichnet. Veranstalter sind, wie auch im Exil, einzelne DJ's oder Gruppen. Dementsprechend vielfältig ist das Angebot: 70er Feten, Schwulenfeten, Erstsemesterfeten, Fachschaftsfeten ... Hier muß jeder sehen, was ihm zusagt, im allgemeinen ist das Palais sehr zu empfehlen, jeder landet hier irgendwann. Die Preise sind relativ günstig.

Riverside, Am Verteilerkreis


Wer von der Autobahn kommt, kann es kaum übersehen. Das Riverside ist Deuschlands erste RPR-Club Disco, wer sich diesen Sender freiwillig antut, weiß, was ihn erwartet. Das Riverside besteht im wesentlichen (es gibt auch noch ein Restaurant und ein Bistro) aus einer Kneipe und zwei Discos. Die Kneipe heißt Apfelbaum, könnte genausogut Pflaumenbaum heißen und gleicht ins Detail der oben beschriebenen Standuhr (nur teurer). Lest einfach dort nach. Die größere Disco nennt sich Fantasy. Irgendjemand hatte etliche Meter Leuchtkette übrig, wie man sie aus der Teenie-Abteilung von C&A kennt. Diese spannt sich nun über sämtliche Wände. Dazu gibt es einige Theken, darunter die Dschungelbar (die kommentier' ich jetzt nicht). Wichtig: Die Eingeborenen Trier's beherrschen einen eigenen Gruppentanz, Freestyle genannt. Sie stehen in mehreren Reihen und bewegen sich in einer genau festgelegten Reihenfolge von Schritten und Drehungen. Sie sind dabei auf bestimmte (schlechte) Musiktitel konditioniert. Am frühen Abend (Wochenende) kann man dieses Verhalten auch in der Standuhr beobachten. Jetzt kommt es hart: Wer einen Schnurrbart trägt und Wolfgang Petry mag, geht ins Hollywood: Eiszapfen aus Plastik hängen über der Tanzfläche, die Plastikbäume stehen in Blüte, Männer und Frauen tragen hier gerne Dauerwelle. Das ist Wahnsinn, warum schickst du mich in die Hölle? Hölle, Hölle, Hölle!!! Und is' gut? Natürlich! Das Riverside ist sogar großartig. Allerdings sollte man stockbetrunken sein. Hilfreich sind hier die Wochentage Sonntag (Men's Night) und Mittwoch (Ladies Night). Männer bzw. Frauen zahlen am jeweiligen Tag Eintritt (9 DM), eine gewisse Verzehrsumme (50 DM) ist jedoch frei. Auch schön: Single Parties mit Herzchenaufkleber und Liebesbriefformularen für ganz tumbe Gesellen.

Studihaus, Universität


Das Studihaus; von einigen geistig Verwirrten auch als Jenny-Marx-Studierendenhaus" bezeichnet (wie wär's denn mit Mao Tse-Tung-" oder auch Ho Chi-Minh-Studierendenhaus"), ist ebenfalls eine gute Partyadresse. Veranstalter variieren auch hier, daher kann man auch nur schwer Empfehlungen aussprechen. Gut sind in der Regel die diversen Tequila-Parties, laßt Euch überraschen.

Verbindungsparties


Schließlich finden auf den diversen Verbindungshäusern Parties statt. Diese haben zumindest immer eines gemeinsam: Die Preise sind günstig. Die Feten anderer Korporationen will ich hier nicht kommentieren, die des Corps Marchia sind selbstverständlich ganz toll, großartig, überhaupt die Allerbesten ...