Kneipen in Trier - eine kleine Übersicht ...


Trier zeichnet sich -inzwischen- durch eine recht große Anzahl von Studentenkneipen aus. Diese findet man fast alle innerhalb des Alleenringes, größere Touren sind also selten notwendig. Erhebliche Unterschiede bestehen im Publikum, jedes Semester und jeder Fachbereich hat eigene Präferenzen. Daher eine rein subjektive Auswahl der bekanntesten Kneipen ...

Abwärts, Judengasse 2


Die Judengasse zieht aufgrund ihrer Lage Touristen geradezu magnetisch an. Hier macht auch das Abwärts keine Ausnahme. Trotzdem geht das Abwärts noch als Studentenkneipe durch, vor allem Erstsemester treffen sich hier. Wer sich die steile Treppe herunterwagt, findet einen gemütlichen, wenn auch wenig originellen Irish Pub. Kilkenny gibts vom Faß.

Astarix, Karl-Marx-Straße 11


Es war einmal eine Universitätsstadt, in welcher die Studenten nicht wußten wohin, so sie hungrig und durstig waren. Doch dann kam ein tatkräftiger AStA (das muß wirklich lange her sein) und eröffnete eine Pizzeria ... Inzwischen sind einige Semester ins Land gegangen, das Astarix wird privat betrieben und das Angebot in Trier ist auch breiter als in grauer Vorzeit. Trotzdem ist das Astarix beliebt wie damals. Die Preise sind zivil, das Essen (neben der Pizza sind die Aufläufe zu empfehlen) ist gut und die Atmosphäre studentisch. Wer beispielsweise hungrige Umzugshelfer dankeshalber zum Essen ausführt, ist hier bestens aufgehoben.

Barocco, Viehmarktplatz


Früher fand sich hier ein Gemüseladen, mittlerweile hat die Trierer Eisdynastie Calchera hier einen weiteren Außenposten errichtet. Gesamteindruck: Gelungen. Eine große, schön geschwungene Theke, viele Spiegel, Stuck aus dem Baumarkt. Das Barocco ist etwas dunkler und farbenfroher als das Havanna, aber ebenso eine In-Kneipe." Die Karte unterscheidet sich nicht wesentlich von der Karte der umliegenden Lokale, vielleicht gibt es etwas mehr Cocktails.

Blaues Blut, Moselstraße 6 (Pferdemarkt)


Hier treffen sich vor allem Schüler, das Interieur (Stadtbad?) ist Geschmackssache. Seit die Schlagerwelle über Trier hereinbrach, finden hier regelmäßig Schlagerpartys statt, moderiert von einem reichlich penetranten Pro Markt-Verkäufer (Axel Schweiss; sehr komisch). Karneval ist am meisten hier los. Auf einen Kaffee ist es in jedem Fall nett, und die Bedienungen sind's auch.

Brunnenhof, Simeonsplatz (neben der Porta)


Der Brunnenhof ist im Sommer wegen seiner Jazz-Konzerte im malerischen Innenhof bekannt. Der Thekenraum ist riesig, aufwendig eingerichtet und meist eher mäßig besucht. Anwälte, Banker etc. treffen sich zum Sundowner, Studenten sind drinnen eher selten anzutreffen.

Cafe Greco, Viehmarktplatz 9


Tagsüber ist es hier eher langweilig, abends ist das Greco jedoch immer einen Abstecher wert. Seit der Neugestaltung des Viehmarktes sind die Tische vor dem Greco und dem benachbarten Havanna das abendliche Äquivalent zur C-Cafete geworden (die AB-Cafete findet sich weiter links- beim Simplicissimus). Wer mit seinen frisch lackierten Außenspiegeln imponieren möchte, kann auch auf der schmalen Straße zwischen Eingang und Viehmarktplatz hin und her fahren.

Cubiculum, Hosenstraße 20


Beliebt bei Schülern und Erstsemestern, eine nette Kellerkneipe. Früher hieß es mal Fundus, wer sich Einrichtung und Theke ansieht, weiß warum. Günstige Preise.

Dementi, Brückenstraße 13


Sicherlich ein Klassiker des Trierer Nachtlebens, aber Geschmackssache. Das Dementi ist aufwendig und ungewöhnlich dekoriert, vor 23 Uhr muß man sich nicht blicken lassen und geöffnet ist bis morgens um 3. Wen das Schicksal, höhere Gewalt oder die ZVS trotz Großstadtsehnsucht nach Trier verschlagen hat, kann hier der Illusion frönen, in einer solchen zu studieren. Der letzten Umdekorierung ist ein Großteil der Sitzplätze zum Opfer gefallen. Wem es an Stehvermögen mangelt, oder wer es eher rustikal mag, der ist woanders besser aufgehoben. Gute Musikauswahl.

De Winkel, Johannesstraße


Eine echter Gewinn in der Trierer Kneipenszene. Gemütlich, immer gut besucht mit guter Musik und schneller, freundlicher Bedienung. Hier treffen sich eher ältere Semester auf ein Bier, eine schöne Alternative zum nahegelegenen Viehmarktplatz.

Dive, Judengasse


Früher war hier mal das Underground, welches sich dank Großleinwand jedoch nur zur EM 96 halbwegs füllte. Daher hatte es auch der Funky Abbey Ableger anfänglich schwer, sich zu etablieren. Dies ist inzwischen jedoch gelungen, die Cocktails schmecken wie in der Nikolausstraße und im Keller gibt es eine oft gut gefüllte Tanzfläche. Für 20 DM kann man (Donnerstags?) einen Liter Cocktail nach Wahl bestellen.

Fetzenreich, Sichelstraße 36


Betrieben von der Katholischen-Hochschul-Gemeinde (KHG), ist das Fetzenreich vor allem eines: Billig. Dafür hat es allerdings den Charme einer Jugendherberge. Auch ständige Aktionen (Fußballübertragungen etc.) können hieran nicht viel ändern. Beliebt ist es bei Erasmusstudenten.

Frankenturm, Dietrichsstraße 3 (neben ebensolchem Turm)


Mehr ein Restaurant als eine Kneipe, nicht billig, aber bezahlbar. Wer seine Freundin zum Essen ausführen will, ist hier richtig. Es schmeckt und die Portionen stimmen. Im Sommer kann man sich auch in den hübschen Innenhof setzen.

Glashaus, Im Treff 21


Natürlich ist die Mensa billiger, das Glashaus ist aber besser. Man gönnt sich ja sonst nichts. Die Karte bitet exotische Gerichte, die einen Versuch lohnen. Aber Vorsicht: Scharf" meint hier tatsächlich scharf.

Glasmost, Gilberstraße 18


Hier leben sie hoch, die 68'er. Das Glasmost ist mit Sicherheit eine typische Studentenkneipe, wer in Trier-Süd wohnt, schaut gerne mal rein. Hier trifft sich vor allem die alternative Szene.

Funky Abbey, Nikolausstraße 69


Angeblich soll sie nicht mehr lange bestehen, ein echter Verlust. Die Cocktailbar in Trier. Klein, originell eingerichtet und gemütlich. Hier kann man alles bekommen, was sich mixen läßt, für eine Cocktailbar sind die Preise akzeptabel. Etwas abgelegen, der Weg lohnt aber.

Havanna, Viehmarkt 9


Fidel und Che´ grüßen von der Wand, der rote Stern prangt über dem Schriftzug. Ein Treffpunkt der ewig Gestrigen? Neben Nordkorea und Kuba ein weiterer verlorener Außenposten in einer von den bösen, bösen Kapitalisten dominierten Welt? Nein! Das Ganze ist nur ein Gag und sollte ursprünglich wohl dazu dienen, den Absatz von Zigarren zu steigern. Ursprünglich lief dies auch ganz gut, jeder Trottel saugte an einer Monte-Cristo. Dies hat mittlerweile wieder aufgehört, trotzdem ist das Havanna die Lieblingsbar der Trierer Friseusen-Schickeria geblieben. Was bleibt? Eine schönes Cafe´ am Nachmittag und ein guter Ort, um Leute zu treffen am Abend (BWL und Jura). Im Keller (Club de soleil) hat sich mittlerweile eine Salsa-Disco etabliert, in der am Wochenende die Luft brennt. Hier ist es dunkel, heiß und feucht, dies sollte man keinesfalls verpassen. Was die Terasse angeht, sei auf das zum Greco Gesagte verwiesen. Schade, daß jetzt erst einmal der Winter kommt.

Irish Pub, Jakob-Straße 10 (Stockplatz)


Hier treffen englische und irische Erasmusstudenten auf GI's aus der Umgebung. Live-Musik sorgt für Atmosphäre, das -nicht gerade billige- Kilkenny besorgt den Rest. Besonders am Wochenende eine Stimmungskneipe mit Rauch, Lärm und wenig Platz. Wer halbwegs Englisch spricht, lernt schnell jemanden kennen.

Palais Kesselstatt, Liebfrauen 9


Das Kesselstatt ist keine Studentenkneipe, schade. Im wunderschönen Hof kann man, mit Blick auf den Dom, herrlich versacken, sei es zum morgendlichen Frühschoppen oder abends. Wer an der Mosel studiert, sollte spätestens hier zum Riesling finden, wer Bier bestellt, gehört bestraft.

Krim, Glockenstraße 7


Hausarbeit statt Urlaub? Bib' statt Nizza? Das mediterrane Gefühl kann man auch in Trier bekommen.Die Krim bietet eine tolle Karte, gelegentlich muß man hier essen gehen. Nicht ganz billig, aber das bittere Dasein als Bibliotheksbewohner muß auch seine angenehmen Seiten haben. Ansonsten trifft sich hier das C-Gebäude, sei es zum Rendezvous oder auf einen Absacker. Zudem ist die Krim das mit Sicherheit schönste Cafe´ Triers. Schließlich: Das Jazz-Frühstück, absolut empfehlenswert.

Krokodil, Böhmerstraße 10


Ein wirklich netter Ort, einen Abend zu beginnen. Man kann gut essen, das Kölsch schmeckt und draußen sitzt es sich auch schön. Hier treffen sich eher ältere Semester, keine Stimmungskneipe, eher etwas zum Entspanner.

Lucky's Luke, Luxemburger Straße 6


Lokale mit Nachtkonzession sind rar gesät, die Luke ist so eines (4 Uhr). Wenn woanders die Stühle hochgestellt werden, lohnt es sich, die Moselseite zu wechseln.Allerdings kann man auch früher reinschauen: Die Luke bietet ein interessantes Kinoprogramm (Eintritt 6 DM) - kein Cinemaxx, dafür oft Anspruch. Spätestens seit die Flimmerkiste schließen mußte, ein wichtigter Punkt für diesen typischen, etwas alternativen, Studententreff.

Luxemburger Eck, Aachener Straße 3


Direkt gegenüber, für all die, welche sich wirklich alles geben wollen. Hier wird noch Asbach getrunken, während andere den ersten Kaffee des Morgens zitternd schlürfen. Wer sich dauerhaft hier aufhält, sollte möglicherweise zur Suchtberatung, mal muß man aber hier gewesen sein. Direkt gegenüber lockt (?) der Brückensnack. Jetzt noch hier frühstücken, mehr geht nicht.

Mintons, Jakobstraße 13 (Stockplatz)


Ursprünglich sollte das Mintons eine reine Jazz-Kneipe werden, konnte sich als solche aber nicht etablieren. Vielleicht weil die Atmosphäre etwas kühl ist. Als normale" Kneipe ist es allerdings sehr nett und entsprechend beliebt. Hier ist es selten überfüllt, so daß man immer einen Platz findet um einen Kranz Kölsch zu trinken. Das Mintons ist einen Besuch wert, auch zum Frühstück.

Miss Marples, Karl-Marx Straße 11


Schade, daß es so albern aufgemacht ist, es könnte ganz nett sein. Im Miss Marples soll es englisch wirken, wer in einem englischen Pub eine rote Telefonzelle erwartet, wird dies auch so empfinden. Dabei gibt es hier eine wirklich enorme Whiskyauswahl. Gut: das Frühstücksbuffett am Sonntag.

Traveller Inn, Am Martinsufer 1


Noch ein Irish Pub. Hier trifft sich das angrenzende Wohnheim. Die Stimmung ist gut, die Whiskyauswahl groß und gelegentlich gibt's ein Live-Konzert.

Schwach & Sinn, Maximinstraße 17


Recht günstig, grausam alternativ, die nördliche Entsprechung des Glasmost.

Simplicissimus, Viehmarktplatz 11


So war er mal, der Viehmarkt. Spätestens, seit Vivendi und Barocco eröffnet haben, ist das Simpel der letzte politisch korrekte Außenposten auf dem Viehmarkt. Ziemlich abgerockt, ist dieses Relikt ein hübscher Gegensatz zu den Reich&Schön-Lokalen.

Standuhr, Brückenstraße 7


Mit absoluter Sicherheit keine Kneipe für Studenten. Wer die Pflaumenbaumkette kennt, weiß, was ihn erwartet. Früher war dies auch ein Pflaumenbaum, die völlig geschmacklose Inneneinrichtung (Eifeldorfidyll; dem Publikum angepaßt) ist geblieben. Aber billig ist es. Hier kann man kann sich ruhig zurücklehnen, Augen und Ohren aufmachen. Ein Motivationstip für's Studium, danach zieht es einen ganz von selbst zum Schreibtisch zurück.

Treff 39, Paulinstraße 39


"Habt ihr Heten keine eigene Kneipe mehr, wo ihr hingehen könnt?" Warum, der Treff gefällt. Früher eine reine Schwulenkneipe mit angeschlossener Mini-Disco, sicher nicht jedermanns Sache. Besonders wenn sonst alles schon zu ist, hier ist immer was los. Wie lange? Keine Ahnung. Da es keine Fenster gibt, kommt es vor, daß man nur aufgrund eines Blickes durch die geöffnete Eingangstür die grausame Wahrkeit erkennt: Draußen ist es schon hell.

Übergang, Im Treff


Die Hauskneipe der Uni. Klausur zurückbekommen? Feiern oder Frust ertränken, vormittags trifft man hier immer jemanden. Besonders im Sommer der richtige Ort für ein Weizen vor der ersten Vorlesung. Abends auch ein Treffpunkt für Wohnheiminsassen.

Vivendi, Viehmarktplatz


Ein hartes Los, die Vorgänger ("Limelight" und "Big A Sportsbar") konnten sich nur kurz halten. Wahrscheinlich lag dies auch am Grundriß, daß "Vivendi" ist eher ein schmaler Schlauch. Optisch gleicht das plüschig-rote Vivendi dem Dementi, daß Publikum ist eher älter. Die Karte entspricht dem Viehmarktplatz-Standard.

Zapotex, Pferdemarkt 1a


Ein Trierer Klassiker. Hier ist es fast immer voll, daß Publikum ist gut durchmischt (viel FH), und auch spät kann man noch Leute treffen. Die Bedienung ist oft etwas langsam, viele Gäste wollen versorgt werden.

Zurlaubener Ufer


Eine ganze Reihe von Kneipen und Restaurants. Von der noblen Ente (richtig gut und richtig teuer) bis zum Schwarzbierhaus (Schwarzbier eben, wer's mag ...). Natürlich fallen hier Touristen ein, woanders gibt es das Weizen auch billiger. Trotzdem: Nirgendwo sitzt man im Sommer schöner als unter den Lauben. Gemütlich und nett ist es bei Elke. Allerdings ist dies nicht gerade eine Studentenkneipe, hier geht es ab 30 aufwärts. Als Fußballkneipe ist das Alt Zalawen zu empfehlen.